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Betriebshaftpflichtversicherung Freiberufler Kosten

Für Unternehmer ist eine Betriebshaftpflichtversicherung grundsätzlich sehr empfehlenswert. Die Betriebshaftpflicht ist für Freiberufler allerdings nicht immer sinnvoll. Je nach Tätigkeitsfeld kann eine andere Form der Haftpflichtversicherung – die Berufshaftpflicht – sinnvoller sein, um eventuelle Schäden abzusichern. Welche Versicherung die richtige ist und worauf man beim Abschluss achten muss, ist hier nachzulesen.

Wir helfen Unternehmen, Vereinen und Selbstständigen seit Jahren bei der Suche nach einer passenden Gewerbeversicherung. Dabei unterstützen wir Sie in allen Lebensphasen und bieten Ihnen eine individuelle Risikoanalyse.

Kosten können in die Millionen gehen

Betriebshaftpflichtversicherung Freiberufler Kosten

Die betriebliche Haftpflicht sichert generell Risiken ab, die durch den Betrieb eines Unternehmens gegenüber Dritten entstehen. Kommt es zu einem Schaden, muss das Unternehmen nicht haften und der Versicherer erbringt Leistungen an den Geschädigten. Für Unternehmer ist diese Versicherung daher unverzichtbar, da die Kosten im Schadensfall schnell in die Millionen gehen.

Diese Schäden sind durch die Betriebshaftpflicht abgesichert

  • Sachschäden
  • Personenschäden
  • Vermögensschäden (wenn sie aus einem Personen- oder Sachschaden resultieren)
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Vergleich mit der Berufshaftpflicht

Besonders für Freiberufler ist die Unterscheidung zwischen Betriebshaftpflicht und Berufshaftpflicht interessant. Während erstere nämlich Schäden versichert, die durch den Betrieb selbst entstehen, haftet die berufliche Haftpflichtversicherung. Wenn es in Folge von falscher Beratung zu einem Vermögensschaden kommt, es sind also jene Risiken versichert, die in Folge der spezifischen Tätigkeit entstehen. Alle relebanten Informationen zum Thema Berufshaftpflichtversicherung sind auch unter www.deutsche-gewerbeversicherung.de/berufshaftpflichtversicherung/ zu entnehmen.

Beispiel

Der Kunde eines Übersetzers rutscht in dessen Büro auf dem frisch gewischten Boden aus – hier haftet nach §823 BGB der Übersetzer. Hat er jedoch eine betriebliche Haftpflichtversicherung abgeschlossen, springt diese ein und übernimmt die Kosten. Macht der freiberufliche Übersetzer jedoch einen Fehler bei der Übersetzung eines wichtigen Dokuments (z. B. ein Vertrag) und kommt es in der Folge zu finanziellen Einbußen des Kunden, kommt nur die Berufshaftpflichtversicherung für die Vermögensschäden auf.

Für bestimmte Berufsgruppen Pflicht

Für bestimmte Berufsgruppen ist der Versicherungsschutz keine freiwillige Option, sondern Pflicht. Betroffen sind Berufsgruppen, die in Folge Ihrer Tätigkeit ein besonders hohes Risiko aufweisen, einen Vermögensschäden zu verursachen – beispielsweise durch Weitergabe falscher Informationen oder unvollständige Beratung. Hier schreibt der Gesetzgeber eine Absicherung vor.

Wer eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen muss

Unterschiede nicht immer eindeutig

In der Praxis ist es oft nicht leicht, Betriebshaftpflicht sowie Berufshaftpflicht voneinander zu unterscheiden. Selbst Versicherer unterscheiden mitunter nicht ganz genau und verwenden die Begriffe synonym. Oft werden auch Kombinationspakete beider Versicherungen angeboten, was die Unterscheidung nicht einfacher macht. Daher wird bei der Berufshaftpflicht auch als Vermögenshaftpflichtversicherung gesprochen.

Privathaftpflicht leistet im Schadensfall nicht

Sehr deutlich abzugrenzen ist die Betriebshaftpflicht hingegen von der Privathaftpflichtversicherung. Für Personen- und Sachschäden die in der Freizeit entstehen, kommt die Privathaftpflicht nicht auf. Die Vertragsbedingungen schließen eine Deckung in aller Regel aus. Gerade Freiberufler gehen ihrer Tätigkeit oft jedoch in den eigenen vier Wänden nach.

Vertragsbedingungen prüfen

Wenn sich Arbeitszimmer, Büroräume oder die eigene Praxis in der privat genutzten Immobilie befinden, kann ein Nachweis, in ob der Schaden im privaten oder beruflichen Rahmen entstand, schwierig werden. Bei der Mischnutzung von Räume schließen manche Anbieter zudem Ansprüche auf Leistungen ganz aus. Interessenten und bereits Versicherten ist also dringend angeraten, die Vertragsbedingungen genau zu prüfen. Nur so können Lücken im Versicherungsschutz vermieden werden.

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Tagesmütter: Zusatzschutz mit geringen Kosten

Auch eine Tagesmutter ist mit einem klassischen Privathaftpflicht-Tarif nicht ausreichend versichert. Doch gerade in der Kindertagespflege ist ein ausreichender Schutz Pflicht – schließlich stellen Kinder ein unkalkulierbares Risiko dar. Allerdings ist hierzu nicht unbedingt eine Betriebshaftpflichtversicherung für Freiberufler nötig. Wie die Stiftung Warentest berichtet, bietet beispielsweise die Anbieter Axa oder Janitos Privatpolicen mit entsprechendem Zusatzschutz an, die Preise liegen bei etwa 90 Euro im Jahr.

Vergleich direkt am Rechner

Berufs- oder Betriebshaftpflicht für Freiberufler – welches ist nun die richtige Versicherung? Oder sollten gar beide Policen abgeschlossen werden. Freiberufler müssen genau überlegen, gegen welchen Schadenfall sie sich absichern möchten. Zunächst sollte ein Vergleich durchgeführt werden, um sich eine Übersicht über Kosten und Bedingungen der Angebote zu verschaffen. Der persönliche Test kann direkt hier und TÜV-geprüft durchgeführt werden.

Wer unter die Gruppe der Freiberufler fällt

Nach §18 EStG und § 1 wartGG sind Freiberufler Personen, die folgende Tätigkeiten ausüben:

  • Künstlerisch (z.. B. Webdesigner, Architekt)
  • Schriftstellerisch (z. B. Journalist, Übersetzer)
  • Wissenschaftlich

Von der IT bis zum Ingenieur – Auch beratende Tätigkeiten gehören dazu

Alle Branchen der Freiberufler haben gemeinsam, dass das Risiko für Vermögensschäden, die durch falsche Beratung ensteht, sehr hoch ist. Die Berufshaftpflicht ist daher für Freiberufler obligatorisch, auch wenn sie für die jeweilige Branche nicht gesetzlich vorgeschrieben ist.

Vergleich – welche Versicherung die richtige ist

Auch wer eine erzieherische Tätigkeit ausübt, kann unter die Regelungen für Freiberufler fallen. Hier ist ein Personenschaden oder Sachschaden jedoch das weitaus größere Risiko, deshalb sollte hier die Betriebshaftpflichtversicherung Vorrang haben. Wer beratend tätig ist, aber häufig persönlichen Kontakt mit Kunden hat und diese in seinen Räumlichkeiten empfängt, benötigt eine Kombination beider Versicherungen. Handwerker und Gewerbetreibende sollten auf jeden Fall eine Betriebshaftpflichtversicherung abschließen, allerdings handelt es sich dabei auch nicht um freie Berufe.

Was Finanztest, Ökotest, Focus Money und Co. sagen

Doch welche Gesellschaften bieten die besten Produkte? Hier ist auffällig, dass die Verbraucherorganisationen und Fachzeitschriften wie Ökotest, Finanztest und Focus Money kaum Tests zu diesem Thema anbieten. Das liegt auch daran, dass die Bedingungen und Preise je nach Branche und Anbieter sehr unterschiedlich ausfallen, sodass Sie nur schwer anhand von Modellkunden zu vergleichen sind.

Persönliche Analyse hilft weiter

Egal ob Arzt, Architekt, Jurist, Erzieher oder Freelancer – für jeden Berufszweig gibt es spezielle Angebote. Interessenten sollten auf jeden Fall in einem persönlichen Vergleich prüfen, welcher Tarif für Sie persönlich der beste ist.

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Worauf sonst zu achten ist

Es ist in jedem Fall eine angemessene Deckungssumme zu wählen. Deckungssummen unter einer Million Euro halten Verbraucherschützer für zu niedrig. Natürlich spielt hierbei auch eine Rolle, in welchem Berufszweig der Kunde arbeitet. Wichtig ist, dass die Versicherung im Schadensfall die gesamten Kosten deckt.

Hohe Kosten trotz Police – Vertragsbedingungen müssen genau geprüft werden

Ob die Beruf- oder dieBetriebshaftpflichtversicherung für Freiberufler richtig ist, ist nicht immer eindeutig zu sagen. Bei einem entsprechenden Antrag sollte man sich daher umfassend beraten lassen. Bevor ein Vertrag abgeschlossen wird, ist zu klären, welche Schäden genau die Police abdeckt. Ansonsten bleiben Versicherungsnehmer trotz einer Police schnell auf den Kosten sitzen.

Die wichtigsten Informationen im Überblick

  • Durch die Betriebshaftpflicht sind vor allem Sach- und Personenschäden abgedeckt
  • Die Berufshaftpflicht hingegen springt bei Vermögensschäden ein, die der Auftraggeber durch fehlerhafte Dienstleistung oder Beratung erleidet
  • Bestimmte Berufsgruppen sind zur Berufshaftpflichtversicherung gesetzlich verpflichtet
  • Besondere Vorsicht ist bei Vermischung von Privatleben und der beruflichen Tätigkeit gefragt
  • Je nach Branche unterscheiden sich Preise und Bedingungen der Versicherungsunternehmen erheblich

Betriebshaftpflichtversicherung Freiberufler Kosten

Für die meisten Menschen, die in freien Berufen arbeiten, ist die Berufshaftpflicht der Betriebshaftpflichtversicherung vorzuziehen. Die Betriebshaftpflicht ist für Freiberufler vor allem dann wichtig, wenn aufgrund von häufigem Kundenkontakt Sach- oder Personenschäden wahrscheinlich sind. Eine private Haftpflichtversicherung reich nicht aus. Da Schäden schnell in die Millionenhöhe gehen können, sollten auch Freiberufler nicht auf einen Versicherungsschutz verzichten.

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